Gerade steht die Natur in den Startlöchern und wartet sehnsüchtig nach wärmeren Temperaturen – wie auch die Menschen. War es Anfang März schon richtig mild mit frühlingshaften Temperaturen von 15-17 Grad Celsius so ist es Ende März wieder winterlich abgekühlt mit kalten Regen(schauern) und Wind bei Temperaturen von unter 10°.
Hier in Wien hat durch das warme Wetter schon die Bärlauch-Zeit angefangen und wir sind zusammen mit Freunden an einem sonnigen Sonntag pflücken gegangen. Waren die Kinder anfangs noch recht unmotiviert, so sorgte das Pflücken später sehr für Begeisterung und alle konnten das Wetter und die frische Luft genießen.
Als wir in Berlin lebten, kannte ich Bärlauch nur im Käse, Frischkäse oder anderen verarbeiteten Lebensmitteln. Erst hier in Wien bin ich zu dem Genuss gekommen, jeden Frühling mindestens einmal Bärlauch selbst pflücken zu gehen. Daraus mache ich nun blanchierten Salat auf koreanische Art mit gerösteten Sesamöl, Sojasoße, Knoblauch und Sesam oder alternativ Bärlauch-Pesto mit Pinienkernen, Mandeln und Parmesan plus einem Spritzer Zitronensaft oder Bärlauch-Butter plus Salz und ein bisschen Knoblauch. Letzteren kann man auch weglassen, da Bärlauch ja auch selbst einen guten Eigengeschmack hat.

Aber nicht nur das Wetter und die Jahreszeit ist gerade eine Übergangszeit. Auch im Großen wird die Übergangszeit durch die Fastenzeit im Christentum und Islam gerade sehr bewusst erlebt und im Kleinen erlebe ich es gerade, dass ich immer wieder reflektiere, welche Ziele ich dieses Jahr erreichen möchte, was mich antreibt und worauf ich mich konzentrieren möchte. Fest vorgenommen war daher das Erstellen eines Vision Boards. Aber anscheinend ist es nicht meins, da ich es zwar verschriftlichen aber nicht in schöne und ansprechende Bilder umsetzen vermag. Also lasse ich es einfach bzw. gebe mir hierzu Zeit. Denn letztendlich ist es wichtig die Ziele und Träume im Blick zu behalten und wenn es mir damit gelingt, immer wieder ein Vision Board erstellen zu wollen, dann ist dies mein Weg.
Je älter ich werde, desto mehr schaue ich mir den Weg an und konzentriere mich nicht ausschließlich auf das Ziel. Das nimmt mir Druck und Stress, den ich eh ausreichend im Alltag habe, und kann dadurch den Prozess sehr viel mehr genießen und weiß ihn zu würdigen. Vielleicht hat es auch etwas mit Selbstliebe zu tun. Wo ich früher hart und unnachgiebig mit mir selbst war, bin ich nun sehr viel gnädiger und liebevoller mit mir.
Auch entdecke ich gerade K-Pop für mich. Bis vor einigen Jahren konnte ich nichts damit anfangen. Aber seitdem ich ein paar Videos von BTS Auftritten gesehen habe, mich mit dem Phänomen BTS näher beschäftigt habe und letzte Woche das Konzert zum Comeback am Gwanghwamun-Square, dem Herzen der Stadt Seoul, gesehen habe, kann ich mich sehr dafür begeistern.
Als ich selbst Teenager und junge Erwachsene war, war sehr viel weniger über (Süd-)Korea bekannt, so dass ich erklären musste, wo das Land der Morgenstille liegt und wofür Korea bekannt ist. Heute sind K-Pop, K-Food und K-Beauty neben bekannten Tech-Unternehmen wie Samsung, LG oder auch Automobilhersteller wie Hyundai oder Kia weltweit bekannt. Für meine Kinder freue ich mich sehr darüber, da sie Kimbap beispielsweise mit zur Schule nehmen können, ohne dort negativ aufzufallen. Eher im Gegenteil und das wo sie tendenziell immer noch öfter auf ihr „anderes“ Aussehen angesprochen werden und ihre Identität finden dürfen.




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